DATEV Challenge Roth 2015

Eine Freundin hatte  2 Startplätze für die Triathlonstaffel in Roth gewonnen.Ohne lange zu überlegen, denn laufen kann ich ja, sage ich zu denn mein part sollte der Marathon sein.Erst danach suchte ich im Netz nach Berichten über Roth und Detailinfos.Eigentlich sollte es quasi Sport mit Urlaub drumherum werden aber leider konnte mich meine Frau nicht begleiten,so „musste“ ich alleine los. Ich fuhr einen Tag früher um mit Ruhe die Startunterlagen abholen zu können und um mir die Begebenheiten vor Ort genauer anzuschauen (ich bin gerne genauestens im Bilde, Hektik aus Unkenntnis der Lage hasse ich wie die Pest). Schon bei der Ankunft stellte ich fest das der gesamte Ort und alle Rother total auf die Athleten eingestellt waren, wirklich es gab ca. 6000 Helfer für 5000 Sportler es war enorm, alles perfekt Ausgeschildert jeder freundlich und hilfsbereit.Nachdem ich die Umfangreichen Unterlagen nebst Rucksack,Trinkflasche,Energyriegel,Duschgel etc.p.p abgeholt hatte. Stellte sich bei mir doch ein wenig Aufregung ein schließlich war es meine erste teilnahme an einem Triathlon und das mit den verschiedenfarbigen Taschen für Schwimmer,Radfahrer und Läufer so wie die Wechselzonen war mir fremd. Allerdings hat es schon einen Vorteil gegenüber einem Massenstart denn man kann nur los wenn der Staffelpartner den Chip übergeben hat dementsprechend Startet man quasi einzeln. Die Strecke war sehr Anspruchsvoll und das nicht nur weil es an die 30° C hatte, aber auch hier an der Strecke gab es fast durchgängig Zuschauer die einem anfeuerten und das obwohl der Schwimmstart schon ab 6°° Uhr am Morgen los ging. Zeitweise lief ich wie in Trance nur die Eiskalten Schwämme an den Verpflegungsstellen rüttelten mich immer wieder Wach. Ich war wirklich total aufgedreht und das nach einer sehr kurzen Nacht die ich im Auto verbracht hatte da ich ja meine Unterkunft absagen musste weil meine liebste nicht mit dabei war, aber egal ich konnte eh nicht schlafen. Es war mein 3. Marathon und bei den ersten beiden musste ich auf den letzten 10 – 15 Km immer wieder Gehpausen einlegen um es über die Ziellinie zu schaffen, diesesmal hatte ich mir fest vorgenommen keinen Meter zu gehen (Verpflegungsstellen ausgenommen) schließlich war ich teil eines Teams und meine Teammitglieder hatten ihre vorab geplanten Zeiten unterboten hinzu kam noch das die Staffel nur dann als Erfolgreich gewertet wurde wenn der Läufer (also ich) auch über die Ziellinie kam. Ich kann nicht sagen was mir die Kraft gab aber ich habe es tatsächlich geschafft durchzulaufen, und dieses Gefühl gemeinsam mit den anderen beiden in´s Stadion einzulaufen das werde ich nie Vergessen. Roth ist etwas ganz besonderes und mein Traum ist es dort einmal als Einzelstarter über die Ziellinie zu Laufen. Bilder werde ich nachliefern.

Gruß Reiner

 

PS: Ach ja hatte ich vergessen zu erwähnen, die ganze Sache hat mir einen blauen Zehnagel eingebracht 🙁